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Deutsche Bahn sucht vermehrt Alternativen zu Dieselfahrzeugen

Deutsche Bahn sucht vermehrt Alternativen zu Dieselfahrzeugen

Aktuell erprobt die deutsche Bahn in Baden-Württemberg einen Batteriezug. Derartige Zugfahrzeuge könnten mittelfristig auf Strecken ohne Oberleitung eine Alternative zu Dieselzügen sein.

Bild: Alstom

Klimaneutral: Eine Herausforderung für die Bahn

Bis zu Jahr 2040 möchte die Deutsche Bahn klimaneutral sein. Bereits heute werden etwa 90 Prozent der Verkehrsleistungen sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr elektrisch und überwiegend auch mit grünem Strom erbracht. Die verbleibenden 10 Prozent gestalten sich aber als Herausforderung, da viele Strecken gar nicht elektrifiziert sind und es so schnell auch nicht sein werden. Insgesamt 450 Linien im deutschen Schienennetz werden bislang ausschließlich von Dieselzügen bedient.

Akkubetrieb auf der Schiene

Seit inzwischen drei Monaten testet die Bahn derzeit einen Batteriezug in Baden-Württemberg. „Der Zug kommt bei Reisenden und Mitarbeitern gleichermaßen gut an„, so die positive Zwischenbilanz des Bahn-Konzernbevollmächtigten für den Südwesten, Thorsten Krenz.

Der Test hat für die Bahn eine strategische Bedeutung, da Batteriezüge eine gute Alternative für Dieselfahrzeuge im gesamten Bundesgebiet sein können. Der erste voll zugelassenen Batteriezug des Herstellers Alstom wurde im Januar auf die Schiene geschickt. Als Testprojekt verkehrt der Zug auf der sogenannten Gäubahn zwischen dem schwäbischen Herrenberg und Eutingen im Gäu. Außerdem ist er an Wochenenden in Bayern zwischen Gunzenhausen im Fränkischen Seenland und Pleinfeld unterwegs. Der Test soll noch bis Mai laufen.

Es gibt noch andere Alternativen

Batteriezüge sind nicht die einzige Alternative zu Dieselfahrzeugen, die die Deutsche Bahn in Betracht zieht. Auch alternative Kraftstoffe kämen nach Konzernangaben in Betracht. Diese hätten den Vorteil, dass man sie direkt und ohne Umrüstung in Dieselzügen eingesetzt werden können. Man konzentriere sich auf den Biokraftstoff HVO (Hydrotreated Vegetable Oil), der aus biologischen Rest- und Abfallstoffen hergestellt wird. HVO verursacht bilanziell 90 Prozent weniger CO2-Emissionen als Diesel, kann aber Elektroantrieben nicht das Wasser reichen, vorausgesetzt, diese werden mit grünem Strom betrieben. Auch ein Wasserstoffzug wäre eine mögliche Alternative.

Bereits Mitte der 1950er-Jahre hat die Bahn Akku-Triebwagen eingesetzt – sogar in größerem Umfang. Diese Triebwagen waren bis Mitte der 1990er-Jahre im Einsatz, bevor sie abgeschafft wurden.

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Reference-www.trendsderzukunft.de

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