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Keine Katzenallergie mehr dank Genschere

Keine Katzenallergie mehr dank Genschere

Katzen gehören zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland. Allerdings leidet auch etwa jede:r zehnte Deutsche an einer Katzenhaarallergie. Die Symptome gehen von juckender Haut und Niesattacken bis hin zu Neurodermitis und Asthmaanfällen. Forscher:innen eines US-Unternehmens arbeiten nun daran, die Katzenhaarallergie bei Menschen mittels des Einsatzes einer Genschere bei den Tieren zu eliminieren.

Ein Protein löst die Allergien aus

Für die Allergiesymptome bei Menschen ist in der Regel das Protein “Fel d1” verantwortlich, das von Katzen in ihren Speichel-, Tränen, Talg- und Analdrüsen produziert wird. Bei der Fellreinigung verteilen die Tiere es über ihrem ganzen Körper, sodass bei Kontakt mit den kleinen Fellnasen beim Streicheln oder gar beim bloßen Kontakt mit losen Katzenhaaren oft auch ein Kontakt mit Fel d1 stattfindet.

Die Behandlung der Allergie erfolgt in der Regel mit Antihistaminen oder einer Desensibilierungstherapie, bei der versucht wird, den Körper langsam an das Antigen zu gewöhnen.

Behandlung mit CRISPR

Seit einiger Zeit gibt es allerdings auch Bemühungen, das Gen für Fel d1 bei Katzen auszuschalten. An einer derartigen Lösung arbeitet etwa auch das US-Unternehmen InBio, das mit der Texas A&M University und der Northwestern University zusammenarbeitet, Erfolge bei einer solchen Therapie. Um herauszufinden, ob das Ausschalten des Genes für Katzen mit Nachteilen verbunden wäre, haben Forscher:innen zwei Untereinheiten des Proteins, CH1 und CH2, bei Hauskatzen und Großkatzen verglichen. Es stellte sich heraus, dass sowohl in den DNA-Sequenzen als auch den Proteineinheiten selber deutliche Veränderungen existieren.

Wie wichtig ist Fel d1?

Gene, die wichtige Funktionen erfüllen, unterscheiden sich zwischen einzelnen Arten in der Regel kaum. Die Forscher:innen von InBio sind daher zuversichtlich, dass Fel d1 keine essenzielle biologische Funktion erfüllt. Allerdings ist die genaue Funktion dieses Proteins noch nicht bekannt. Es wird vermutet, dass es eine Rolle beim Hautschutz und beim Hormontransport spielt.

Um zu klären, wie genau die Funktionen des Proteins gestaltet sind, sind Experimente mit Katzenembryos geplant, bei denen InBio mit Hilfe der Genschere CRISPR die Gene für die Fel-d1-Untereinheiten CH1 und CH2 entfernen will. Sollte sich Fel d1 als nicht essentiell herausstellen, soll die Gentherapie an den Drüsen erwachsener Tiere erfolgen, die das Protein herstellen.

Behandlung für Katzen-Allergien

Seit inzwischen 20 Jahren versuchen Wissenschaftler:innen, die beiden Untereinheiten zu entfernen – bisher erfolglos. Doch neue, genauere CRISPR-Technologien sollen nun den Durchbruch bringen. In ersten Laborversuchen mit den Fettzellen um Katzen konnten die Forscher:innen rund um Nicole Brackett, die das Katzen-CRISPR-Programm von InBio leitet, die beiden Untereinheiten bereits erfolgreich entfernen. Bis die Versuche mit den Katzenembryos Ergebnisse erzielen, werden allerdings noch mehrere Jahre vergehen.

Weitere Versuche, bei der Behandlung von Katzen-Allergien beim Fel-d1-Protein anzusetzen, inkludieren etwa spezielle Futtermittel mit entsprechenden Antikörpern oder Impfungen gegen das Protein, die die Katzen dazu anregen, entsprechende Antikörper zu produzieren.

Bisherigen Behandlungen reduzieren die allergischen Symptome nur oder sind eingeschränkt wirksam. Unsere Technik, das „Fel d1“-Protein mittels CRISPR ins Visier zu nehmen, wäre die erste Behandlungsoption, die ein Haupt-Allergen direkt an der Quelle entfernen kann. Das wäre ein signifikanter Fortschritt, so Brackett.

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Reference-www.trendsderzukunft.de

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