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Wasserstoff-Kraftwerk sichert die Versorgung: Deutschland-Premiere in Brandenburg

Wasserstoff-Kraftwerk sichert die Versorgung: Deutschland-Premiere in Brandenburg

Wenn die Sonne intensiv scheint wird oft mehr Strom erzeugt als in Deutschland gebraucht wird. Dann werden die größeren Kraftwerke vom Netz genommen. Bei entsprechendem Wetter ergeht es Windenergieanlagen ebenso. Es fehlt an Speichern, die die Energie in Zeiten hinüberretten, in denen das Wetter nicht mitspielt. Doch es fehlt an Batterien und anderen Möglichkeiten.

Zehn Megawatt für den Anfang

Das soll sich ändern. Der Zweckverband Schwarze Pumpe, dem die Energieunternehmen Energiequelle in Zossen und Enertrag in Dauerthal, beide in Brandenburg, und die Universität Rostock angehören, will im Industriepark Schwarze Pumpe, einem Ortsteil der brandenburgischen Stadt Spremberg im Landkreis Spree-Neiße an der Grenze zu Sachsen eine Anlage bauen, in der Elektrolyseure mit Überschussstrom aus der Nachbarschaft Wasserstoff erzeugen. Insgesamt ist eine Leistung von zehn Megawatt vorgesehen.

Unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten

Der Wasserstoff wird teilweise ins Erdgasnetz eingespeist, sodass er zumindest rechnerisch genutzt werden kann, um Wohnungen zu heizen und Strom in Erdgaskraftwerken zu erzeugen. Ein anderer Teil wird in Drucktanks an benachbarte Industriebetriebe geliefert, und ein weiterer an einer Tankstelle in die Tanks von Elektroautos gefüllt, die ihren Strom aus Brennstoffzellen beziehen.

Ein Zehntel des erzeugten Wasserstoffs wird gehortet und in einer Ein-Megawatt-Brennstoffzelle zurück in Strom verwandelt, wenn das Netz schwächelt, also bei so genannten Dunkelflauten. So nennt man Zeiten, in denen Flaute herrscht und die Sonne sich versteckt. Die Speicherung von Überschussstrom in Form von Wasserstoff ist vermutlich deutlich billiger als Lithium-Ionen- und umweltverträglicher als Blei-Batterien.

Großanlagen im Fall des Erfolgs

Wenn das Pilotprojekt, dessen Bau im zweiten Halbjahr 2022 beginnen und 2024 fertiggestellt werden soll, zum Erfolg wird sollen weitere Anlagen mit 100 bis 500 Megawatt folgen, die bereits auf Grund ihrer Größe die Stromversorgung sichern könnten. Sie sollen unter anderem in den heutigen Braunkohlekraftwerks-Standorten Jänschwalde, Boxberg und auch Schwarze Pumpe errichtet werden, um den Produktionsausfall nach der Stilllegung ein wenig zu kompensieren.

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Reference-www.trendsderzukunft.de

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